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Königin der Texte Charlene Wolff

Königin der Texte Charlene Wolff

(Stand: 09.06.2026)

 

c/o Heimat- und Kulturverein Blankenberg/Rennsteigverein 1896 e. V. OG Blankenstein

Kontakt: Charlene Wolff

Oberes Schwarzviertel 1

07366 Rosenthal am Rennsteig

E-Mail: 

Instagram: @koenigin.charlene

Homepage: https://koenigin-charlene.de

 

Welche Region, welches Produkt repräsentierst du?

2013 in Hamburg von der offenen Bühne TextLabor Bergedorf gekrönt stehe ich für Kultur und Kreativität jedes einzelnen als Kulturrepräsentantin in der Öffentlichkeit. Mein Produkt ist also die Kultur. Als solche schlage ich Brücken und bringe Menschen zusammen.

 

Seit meinem Umzug von der Weltstadt Hamburg ins ländliche südöstliche Thüringen engagiere ich mich in meiner neuen Heimat für Vereine und Tourismus.

 

Mich einer Region zuzuordnen trifft es vielleicht nicht ganz. Ich bin eine Königin für ganz Deutschland. In Thüringen wohne ich, aus Hamburg stamme ich, aber meine beiden Bücher spielen in Sachsen-Anhalt, unterwegs bin ich auch vom Norden Schleswig-Holsteins bis nach Bayern.

 

Seit wann gibt es deine Hoheiten-Tradition?

Seit 2013. Ich bin die erste und einzige Königin der Texte. Mein Amt hat kein Verfalldatum.

 

Wie kamst du zu deinem Amt? Was war dein Antrieb?

Zu meinem Amt als Königin der Texte (= Kulturrepräsentantin) kam ich durch reinen Zufall im Zusammenhang mit dem 5. Deutschen Königinnentag in Hamburg. Sehr schnell wurde daraus ein Teil meines Lebens, der mich zu immer neuen Herausforderungen antreibt. 

 

Dass ich im Juni 2025 zusätzlich zur Rennsteigkönigin gekrönt wurde, kam für mich völlig überraschend und war eine glückliche Fügung.

 

Königin ist für mich nicht einfach nur ein „Job“, sondern ich lebe die Königin rund um die Uhr, ohne dabei die Bodenhaftung zu verlieren. Eine Königin für alle.

 

Was bewegt dich am meisten?

Kultur ist sehr vielfältig. Spätestens seit Corona hat die Kulturszene deutlich gelitten. Deshalb unterstütze ich Kulturakteure und kreative Köpfe. Über LEADER engagiere ich mich in der Kulturvernetzung. In Blankenberg habe ich einiges bewegt und Menschen zusammengebracht und bin u. a. Mitbegründerin des Heimat- und Kulturvereins Blankenberg.

 

Darüber hinaus beteilige ich mich in etlichen Vereinen und unterstütze auch z. B. die Schifffahrt auf dem Thüringer Meer oder den Tourismus, indem ich ehrenamtliche ThüCat-Redakteurin wurde und das Kulturhaus „Alte Sparkasse Blankenberg“ geschaffen habe, in dem wir am 14. März 2026 mit einer Vernissage eine erste Kunstausstellung eröffnen.

 

Für die jährlich erscheinenden Heimatjahrbücher des Saale-Orla-Kreises schreibe ich Beiträge.

 

Durch die zahllosen Termine, die ich wahrnehme, Begegnungen und Gespräche gibt es auch ständig genügend Inspiration für neue Texte, Fotos, Videos und sonstige kreative Ideen.

 

Ich bin eine Brückenbauerin. Ich habe den Bogen geschlagen zwischen Ost und West und bringe Menschen zusammen.

 

Die herrliche Region, in die ich 2020 gezogen bin (von der Weltstadt Hamburg ins ländliche Thüringen), hat es verdient, in der Öffentlichkeit deutlicher repräsentiert und viel bekannter zu werden.

 

Als Königin der Texte bin ich inzwischen bundesweit bekannt. 

 

Was war deine weiteste Strecke, um dein Produkt / Region zu präsentieren?
890 km plus ein ganztägiges Hoheitentreffen an einem Tag. Es war zur Landesgartenschau in Wittstock/Dosse. Am Morgen fuhr ich von Hamburg hin, abends zurück, tauschte das Auto und fuhr nachts nach Thüringen, um am anderen Morgen zum Tourismus-Event am Thüringer Meer pünktlich vor Ort zu sein. 

In einem anderen Fall fuhr ich nach einem Fest in Sachsen früh los, um mittags in Uetersen (Schleswig-Holstein) beim Rosenfest auf der Bühne zu stehen, und einmal fuhr ich von Bad Segeberg über Geisa in Thüringen nach Magdeburg zum Prinzessinnentag und am nächsten Tag zurück.

 

Von Hamburg nach Sachsen-Anhalt waren es regelmäßig 3, nach Thüringen 5 und nach Sachsen 7 Stunden Fahrt.

 

Ich mag so lange Strecken eigentlich nicht, und so ist es viel praktischer, hier in Mitteldeutschland zu wohnen.

 

Was war deine schönste Erinnerung an deine Amtszeit bis jetzt?

Viele schöne Feste, Auftritte, Begegnungen habe ich bei meinen mehr als 450 Auftritten über die Jahre erlebt. Schwer zu sagen, welches davon das Schönste war; es ist immer wieder schön.

 

Vielleicht ist es, dass ich durch mein Amt den Lutzi kennengelernt habe, den ich 2019 beim Nadelfest in Ichtershausen zum „königlichen Hofmusiker Prinz Lutzi“ krönte.

 

Welche schlechten Erinnerungen gibt es vielleicht?

Wenn man sich in der Öffentlichkeit exponiert, bleiben schlechte Momente nicht aus. Das können übergriffige Personen sein, Wetterkapriolen oder Pannen, die unvermeidbar sind. All das kommt zwangsläufig vor, und man muss zusehen, dass man das Beste daraus macht.

 

Mit übergriffigen Männern, die einen niedermachen, einem unter den Rock fassen oder sich über einen lächerlich machen, ist am schwierigsten umzugehen. Umzüge bei Regen und Sturm, verkehrte Kleidung, durch Eis und Schnee verhinderte Fahrten fordern die Geduld heraus. Damit kann man leben. An eine Situation erinnere ich mich deutlich. Als ich nach 3 Stunden Fahrt meinen Kofferraum öffnete, war er leer. Körbchen, Krone, Schärpe, Autogrammkarten – all das stand noch bei mir zu Hause im Flur. Ich bin ganz offen damit umgegangen und war völlig überrascht, wie wunderbar alles auch ohne funktioniert hat. Es geht, man darf nur nicht vor lauter Panik den Kopf in den Sand stecken. So wurde aus einer schlechten Situation letztlich eine großartige Erinnerung.

 

Gibt es überhaupt ein landwirtschaftliches Produkt, das du repräsentierst?

Ja, neben der Kultur gibt es das tatsächlich. Seit Jahren bin ich für den Marmeladenhexer Hans-Uwe Glashoff aus Klimt/Leck unterwegs. Die Verbindung hat sich durch die Geschichte mit der Klopapiermarmelade zu Coronazeiten verfestigt, nachdem ich ihn bei den Dithmarscher Kohltagen im Kohlosseum kennengelernt hatte. Fruchtaufstrich vom Marmeladenhexer ist mein landwirtschaftliches Produkt.

 

Du bist ja auch Rennsteigkönigin. Wie ist das zu verstehen?

2020 zog ich nach Blankenberg in der Gemeinde Rosenthal am Rennsteig. Durch unsere Kontakte zum Rennsteigverein wurden wir Mitglied, ich Schriftführerin, und der Rest war eine Überraschung.

 

Was waren die krassesten Erlebnisse Deiner Amtszeit?

Was mich ganz besonders stolz gemacht hat, ist die Anerkennung durch Ihre Majestät Queen Elisabeth II. von England. Als Brückenbauerin wollte ich eine Brücke schlagen zwischen den Ehrenhoheiten und den adligen Hoheiten. Ich schrieb auch die wahre Königin an, vor der ich als ehrenwertes Vorbild am meisten Hochachtung empfand. Das Antwortschreiben und auch die weiteren drei Briefe halte ich in Ehren. Zuletzt kondolierte uns Windsor Castle persönlich zum Tod unserer Mütter. So etwas ist absolut außergewöhnlich.

 

Eine ganz besondere Überraschung war für mich auch die Krönung zur Rennsteigkönigin, die sehr kurzfristig für mich kam und auf die ich stolz bin. 

 

Liebe Grüße aus Blankenberg im Saale-Orla-Kreis in Südost Thüringen 

Königin der Texte Charlene Wolff

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